Deutsche Raumfahrtagentur im DLR vergibt Auftrag: 18 Millionen an Exolaunch

Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR hat das Berliner Unternehmen Exolaunch mit dem Startdienstleistungs-„Paket“ für die insgesamt zwölf Gewinner des Kleinsatelliten- und des Kleinsatellitennutzlast-Wettbewerbs beauftragt.

Kleinsatelliten sind vielseitig und flexibel einsetzbar – für Telekommunikationsdienste, Erdbeobachtung und Klimaforschung oder die Erprobung neuer Technologien im Weltraum. Sie können in größeren Stückzahlen und damit kostengünstiger und schneller als herkömmliche Satelliten hergestellt werden und eröffnen vielfältige neue Möglichkeiten für kommerzielle Dienste und die Wissenschaft. Vor diesem Hintergrund hat die deutsche Bundesregierung die Kleinsatelliteninitiative ins Leben gerufen. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR steuert im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft- und Klimaschutz diese Initiative und ihre Wettbewerbe.

„Der Wettbewerb kommt insbesondere Start-ups und KMU zu Gute und setzt damit auch den wichtigen Schwerpunkt New Space der Raumfahrtstrategie in die Tat um. Wir sehen die Wettbewerbe als Katalysator und Wegbereiter für die Kommerzialisierung von Raumfahrtaktivitäten in Deutschland und Europa“, sagt Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Generaldirektor der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. „Mit der Beauftragung der Exolaunch GmbH gehen wir nun den nächsten wichtigen Schritt Richtung Start.“

Das Vertragsvolumen an die Exolaunch GmbH umfasst knapp 18 Millionen Euro. Das in Berlin ansässige Unternehmen ist nach eigenen Angaben für mehr als achtzig Prozent der Starts von Kleinsatelliten in Deutschland in den letzten zehn Jahren verantwortlich und hat bereits mehrere vom DLR geförderte Missionen gestartet. Der aktuelle Auftrag umfasst insbesondere die Beschaffung von Starts auf Kleinträgern, die Koordinierung der gesamten Startkampagne, die Beschaffung von Kleinsatelliten für die Nutzlasten aus dem Wettbewerb sowie die Bereitstellung relevanter technischer Leitlinien und Peripherien für Satelliten- und Nutzlasthersteller. Darüber hinaus wird Exolaunch Qualifizierungstests, Kompatibilitätsanalysen und die Fertigung beaufsichtigen.

Europäische Forschungseinrichtungen und Unternehmen konnten sich 2023 mit Vorschlägen für Kleinsatelliten oder Nutzlasten bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR bewerben. Die Gewinner erhalten eine kostenlose Kleinsatellitenplattform für ihre Nutzlasten sowie eine kostenlose Startmöglichkeit auf einem europäischen Kleinträger (Mikrolauncher) im Jahr 2025.

Die Gewinner des Kleinsatelliten- und des Kleinsatelliten-Nutzlast-Wettbewerbs wurden am 23. November 2023 im Rahmen der zweiten nationalen Kleinsatellitenkonferenz in Berlin gekürt.

Luft- und Raumfahrt in der Airport Region

Die Hauptstadtregion zählt zu den Top-Luftfahrttechnologiestandorten Deutschlands. Triebwerksentwicklung und –fertigung, Leichtflugzeugbau sowie Flugzeugwartung und –instandhaltung sind die Kernkompetenzen der hier ansässigen Unternehmen, zu denen Global Player wie Rolls Royce Deutschland, MTU Maintenance und Lufthansa zählen.

Die Region ist nicht nur Wiege der deutschen Luftfahrt, sondern auch ein Standort mit Zukunft, der durch die Entwicklung und den Einsatz unbemannter Flugsysteme, die Produktion von Kleinsatelliten und den Bereich New Space innovative Impulse gibt.

Weitere Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Wachstumsbranchen in der Region und zur Wirtschafts- und Technologieförderung für Unternehmen, Investoren und wissenschaftliche Einrichtungen erhalten Sie bei:

Melanie Gartzke I melanie.gartzke(at)airport-region.de

Quelle: Pressemitteilung "18 Millionen Euro für Kleinsatellitenplattformen und Startdienstleistungen", 24. Januar 2024; alle Infos: https://www.dlr.de