Visualisierung eines Flugzeugs mit hybrid-elektrischem Antrieb

Rolls-Royce, das Bundeswirtschaftsministerium und Brandenburg fördern die Entwicklung hybrid-elektrischer Antriebe

Rolls-Royce, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Brandenburger Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE) haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Forschung und Entwicklung hybrid-elektrischer Antriebssysteme für die nächste Generation der Luftfahrt in Brandenburg voranzutreiben.

Die Partner beschlossen den Aufbau von Entwicklungs-, Test- und Produktionseinrichtungen in Dahlewitz und in der Lausitz, wodurch in Brandenburg ein weltweit einzigartiges industrielles Ökosystem für hybrid-elektrische Luftfahrtantriebe entsteht. Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen, dem deutschen Luftfahrtforschungsprogramm und weiteren Landesmitteln gefördert.

Im Rahmen dieses neuen Programms eröffnet Rolls-Royce Deutschland am 08. Oktober 2021 eine Betriebsstätte in Cottbus und plant, seine Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Dahlewitz zu erweitern. Das Unternehmen ist Wegbereiter für eines der weltweit umfassendsten Entwicklungs- und Integrationsprogramme für hybrid-elektrische Luftfahrtantriebe für eine Vielzahl von Anwendungen, einschließlich Technologien für Kleingasturbinen.

In einem Zeithorizont bis 2027 und durch positive Förderbescheide bestärkt plant Rolls-Royce Deutschland für das Entwicklungsprojekt in Brandenburg erhebliche Investitionen zu tätigen und bereits 2021 rund 50 hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region zu sichern. Die Arbeiten werden auf den Standort Dahlewitz und die neue Einrichtung, die am „Center for Hybrid Electric Systems Cottbus (CHESCO)“ der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg angesiedelt sein wird, aufgeteilt. Dahlewitz wird die technische Leitung der Projekte innehaben und der Großteil der Entwicklungsarbeit wird in Cottbus durchgeführt. Unterstützt werden die Lausitzer Forscher vom Team in Dahlewitz und von unseren Weltklasse-Entwicklungsteams für elektrische Systeme in Bayern.

Rob Watson, Director Rolls-Royce Electrical, sagte: „Klimaneutralität in der Luftfahrt zu erreichen ist von entscheidender Bedeutung für unsere Zukunft, aber auch eine der größten technologischen Herausforderungen, die es gibt. Die anhaltende Unterstützung der Luftfahrt durch die deutsche Regierung und das Land Brandenburg trägt entscheidend dazu bei, dass wir unsere Ziele für eine nachhaltige und CO2-neutrale Zukunft bis 2050 erfüllen können. Aufbauend auf den hervorragenden Fähigkeiten unseres Electrical Teams in Bayern, wird uns die Einrichtung von Entwicklungs-, Test- und Produktionseinrichtungen in Dahlewitz und in der Lausitz in die Lage versetzen, hybrid-elektrische Antriebssysteme für die nächste Ära der Luftfahrt zu liefern."

Dr. Jörg Au, Geschäftsführer Engineering, Rolls-Royce Deutschland, sagte: „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit anderen Partnern ein weltweit einzigartiges industrielles Ökosystem für emissionsarme, hybrid-elektrische Luftfahrtantriebe hier in Brandenburg aufzubauen. Die Arbeit unseres Teams in Deutschland wird einen leiseren und saubereren Luftverkehr ermöglichen. Unser Standort Dahlewitz - eines der Zentren für die Weiterentwicklung von Hybridantrieben in unserem Unternehmen - wird damit weiter gestärkt."

„Rolls-Royce ist nicht nur einer der ganz wichtigen Player in der Luftfahrtindustrie, das Unternehmen ist auch Taktgeber für den Transformationsprozess der Branche. Es macht uns stolz, dass Rolls-Royce die Forschung und Entwicklung von hybrid-elektrischen Antriebssystemen für die nächste Generation der Luftfahrt bei uns in Brandenburg ausbauen will. Das ist einmal mehr ein eindrucksvolles Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Brandenburg“, erklärte Brandenburgs Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie Hendrik Fischer bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung.

Fischer weiter: „Besonders freut es mich, dass Rolls-Royce über die Erweiterung seiner Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Dahlewitz hinaus auch eine Betriebsstätte in Cottbus eröffnet und zudem eng mit Partnern aus der Region zusammenarbeiten will. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Strukturentwicklung in der Lausitz. Zugleich trägt Rolls-Royce mit seinem Engagement dazu bei, dass Brandenburg sein Profil als bedeutende Region der Mobilität der Zukunft weiter schärfen kann. Die Landesregierung unterstützt das Unternehmen daher gern mit allen ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.“

Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, anlässlich der Unterzeichnung: „Ich freue mich, dass die Forschung und Entwicklung für die Luftfahrt der Zukunft hier in der Lausitz ausgebaut werden. Hybrid-elektrische Antriebe sind die Zukunftstechnologie für eine emissionsfreie Luftfahrt. Die Bundesregierung hat diese Ansiedlung maßgeblich unterstützt. Im gemeinsamen Schulterschluss von Industrie, dem DLR und der Fraunhofer-Gesellschaft entsteht in Cottbus ein überregionales Forschungscluster, welches die bereits entwickelten technischen Grundlagen des hybrid-elektrischen Fliegens konsequent in die Anwendung führt. Davon profitiert nicht nur die Lausitz, sondern der Luftfahrtstandort Deutschland insgesamt.“

Rolls-Royce Deutschland wird bestehende und neue Partner aus der Lausitz in großem Umfang in die Entwicklungsarbeiten einbeziehen sowie die laufende Suche nach Industriepartnern fortsetzen. Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Fraunhofer-Gesellschaft sind wissenschaftliche Partner des Projekts.

Die Elektrifizierung der Luftfahrt ist ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von Rolls Royce und unterstützt das Unternehmensziel, bis 2050 CO2-neutral zu werden. Die Rolls-Royce Electrical-Teams in Großbritannien, Deutschland, Ungarn, Norwegen, Singapur und den USA arbeiten an mehreren Projekten zur Entwicklung nachhaltiger, effizienter und leiserer Technologie für die Luftfahrt- und Schifffahrt sowie Land- und Industrieanwendungen.

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