Großes Interesse an Flächen im Technologiepark Funkerberg

Großes Interesse an Flächen im Technologiepark Funkerberg

Gilbert Freiberg von der Freiberg & PartnerInnen GmbH (l.) erläutert die Pläne seiner Projektentwicklungsgesellschaft, nach denen unter anderem ein Hotel- und Kongresszentrum auf dem Funkerberg entstehen wird | © Reik Anton

Ein modernes Hotel und zukunftsweisende Technologiefirmen werden bald im Technologiepark-BA I auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen zu finden sein. Die ersten Investoren stellten am Donnerstag, den 21.3.2019, im Rathaus von Königs Wusterhausen vor Medienvertretern ihre Pläne vor. Sie waren der Einladung der städtischen Entwicklungs- und Betreibungsgesellschaft mbH (EBEG) gefolgt.

Deren Geschäftsführer, Klaus Schmuck, machte deutlich, dass aktuell rund 41 Prozent der Flächen im ersten Bauabschnitt im Nordwesten des Funkerbergs verkauft sind. Das entspricht einem Areal von 43.360 Quadratmetern Größe. Für 30 Prozent der weiteren Flächen laufen die Verkaufsgespräche, rund 16 Prozent der Flächen wurden zuvor bereits bezuschlagt. Nur noch 13 Prozent der Flächen sind verfügbar. „Ich bin bei diesen noch freien Flächen optimistisch und glaube, dass wir alle Grundstücke in diesem Jahr veräußern werden“, so Klaus Schmuck.

Ein Investor ist die Firma Freiberg & PartnerInnen GmbH. Sie möchte im Eckgebiet B179/A10 ein Projekt mit zwei Schwerpunkten umsetzen. Der erste ist ein Hotel- und Kongresszentrum mit 184 Zimmern. „Es wird das optische Eingangstor nach Königs Wusterhausen sein, wenn man aus Richtung der Autobahn kommt“, so Geschäftsführer Gilbert Freiberg. Das Haus soll multifunktional sein, indem es auch Tagungsräume bietet. Auch ein Fitnessstudio und ein Spa werden den Gästen geboten. Hinzu kommt eine Sporthalle, die neben dem Hotel auch von Vereinen genutzt werden kann. Sie steht außerdem für musikalische Veranstaltungen zur Verfügung. Ein Parkhaus mit 200 Stellplätzen soll das Ensemble ergänzen.

Hingucker des Hotels soll eine Säule aus LED-Lichtern sein, die als Werbefläche genutzt werden könnte. Die Säule nimmt symbolisch den Funkmast auf. Auch die Rundungen des Hotelbaus folgen dieser Symbolik und führen die Funkwellen weiter. Da das Hotel nahe an der Autobahn liegen wird, muss für angemessenen Schallschutz gesorgt werden. Dies gelingt durch eine transparente, vorgehängte Fassade, die auch geöffnet werden kann. Der Königsweg teilt das Grundstück der Projektentwickler Freiberg&PartnerInnen GmbH. Der Weg wird für die Öffentlichkeit weiter zur Verfügung stehen.

Zweiter Schwerpunkt des Projekts wird ein Elektromobilitätscenter, das ebenfalls spätestens 2021 fertig sein soll. In dem Mehrgeschosser werden sich Firmen ansiedeln, die die neuen Mobilitätskonzepte abbilden. Neben der Elektromobilität sind das zum Beispiel die Brennstoffzelle oder auch der Wasserstoffantrieb. Neben dem Autoverkehr der Zukunft sollen auch die Themen E-Bike und E-Scooter eine Rolle spielen. Darüber hinaus soll es möglich sein, in einem Servicecenter die Batterien für diese Gefährte zu laden und Reparaturen vornehmen zu lassen. In das Gesamtkonzept passt dieses Vorhaben sehr gut, da Königs Wusterhausen zur Modellregion für Elektromobilität gehört.

Die Robert Helwig GmbH aus Berlin-Kreuzberg besteht seit mehr als 100 Jahren und fertigt Medizinprodukte wie Injektionskanülen oder auch Spritzen für verschiedene Industrien. Das Traditionsunternehmen möchte expandieren. Da das am Berliner Standort nicht mehr möglich ist, wird sich die Firma auf einem 2.800 Quadratmeter großen Grundstück im Technologiepark ansiedeln. Im unteren Bereich des Firmengebäudes sollen die Fertigungsmaschinen Platz finden. In der oberen Etage erfolgt die Montage. Der Vorteil ist, dass die Ware bereits nahezu steril die Fertigung verlässt. 2021 soll die erste Spritze aus Königs Wusterhausen geliefert werden. Die Mitarbeiter, die zum Teil seit ihrer Ausbildung dort tätig sind, werden in KW weiter beschäftigt.

In direkter Nachbarschaft wird die BHK Holding GmbH eines ihrer Tochterunternehmen im Technologiepark ansiedeln. Heute sitzt die Firma noch in Berlin. Auch hier ist der Grund für den Standortwechsel der fehlende Platz in der Bundeshauptstadt. Die Firma ist im Bereich technischer Anlagenbau für die Energieerzeugung (Blockheizkraftwerke) tätig und möchte in KW unter anderem Baugruppen fertigen. Geplant ist ein Bürogebäude mit Werkstatt, für das noch in diesem Jahr Baustart sein soll. Sergej Österlein lobte die „hervorragende Infrastruktur“ des Technologieparks auf dem Funkerberg.

Eine neue Heimat auf dem Funkerberg wird auch die Wärmeversorgungsgesellschaft Königs Wusterhausen finden. Sie produziert Wärme zu mehr als 70 Prozent über die Kraft-Wärme-Kopplung und bietet derzeit den neuen Investoren im Bauabschnitt I Fernwärme an.

Vom Möllenberg auf den Funkerberg könnte es für die Knowhow Wilhelms GmbH gehen. Der Königs Wusterhausener Betrieb möchte vom Immobilienmieter zum -besitzer werden. Die Firma ist spezialisiert auf Präzisions-Laserschweißen, 3-D-Metalldruck für den Prototypenbau sowie die Laser-Entlackung und -Entrostung, wie sie zum Beispiel bei Motorblöcken nötig ist. Derzeit plant die Firma die Finanzierung des Bauprojekts und mit der EBEG laufen parallel die Gespräche über den Erwerb einer Parzelle.

Königs Wusterhausens Bürgermeister, Swen Ennullat, betonte, dass die positive Entwicklung des Funkbergers weiter voranschreite und dankte allen Beteiligten bei der EBEG, in der Stadtverwaltung und auf Investorenseite für ihr Engagement. Er verwies darauf, dass am Funkerberg nahe der Berliner Straße neben der neuen Hauptfeuerwache auch Wohnungen entstehen werden. Von Mehrgeschossern bis Reihenhäusern sei alles möglich, so Ennullat, der auch Gesellschafter der EBEG ist.

Ihr Kontakt:
Stadt Königs Wusterhausen
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Internet: www.koenigs-wusterhausen.de